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Wer kennt es nicht? Man wacht nachts auf, hilflos, orientierungslos, auf einer einsamen Insel… Na gut, so schlimm vielleicht nicht. Also nochmal von vorne: Wer kennt es nicht? Man wacht nachts auf, hat das Gefühl, man hat verschlafen und ein Blick auf die Uhr verrät einem: Es ist erst halb 3 Morgens. Aber gerade für blendempfindliche Menschen kann das unangenehm sein.

Das benötigte Licht, egal ob nun vom Wecker, der Nachttischlampe oder dem Deckenlicht schmerzt in den Augen, der Blick flimmert und man kann nichts erkennen; wird dafür aber mit Kopfschmerzen belohnt. Gerade da kann ein sprechender Wecker nicht nur für blinde Personen hilfreich sein. Deshalb möchte ich euch hier einen sprechenden Funkwecker mit der einprägsamen Bezeichnung 60.2541.01 der Firma TFA Dostmann vorstellen.

Aussehen

Der Wecker misst 12x12 cm und benötigt 5 cm in der Tiefe auf dem Nachttisch. Die Vorderseite hat ein großes Display, welches jedoch theoretisch nicht beleuchtet ist. Theoretisch deshalb, weil ihr im Dunkeln feststellen werdet, dass das Display doch am Leuchten ist, allerdings nicht stark genug, um die Zahlen erkennen zu können. Was sich die Firma hierbei gedacht hat, bleibt wohl auf ewig ihr Geheimnis. Wer sich nun daran stört, muss wohl oder übel das Display abkleben.

Die Tasten

Die Rückseite

Die Rückseite beherbergt zwei Tasten und einen Schiebeschalter. Über den linken Knopf kann die Zeit eingestellt werden, der rechte Knopf startet eine Demo-Ansage. Diese weist euch aber lediglich darauf hin, dass ihr einen Funkwecker in der Hand haltet. Mit den Schiebeschalter kann die Lautstärke in zwei Stufen geregelt werden. Darüber befindet sich ein versenkter Reset-Knopf.

Die Vorderseite

Auf der Vorderseite sind unterhalb des Displays drei Tasten angebracht. Links eine Pfeil-Runter-Taste, mittig die Alarm-Set-Taste und rechts eine Pfeil-Rauf-Taste. Über die beiden Pfeil-Tasten können sowohl Alarm als auch, wenn nötig, manuell die Uhrzeit eingestellt werden. Die Alarm-Set-Taste dient, wie der Name schon sagt, zur Einstellung des Alarms. Dazu aber später mehr.

Seiten-Taste, Snooze- und Ansagetaste

Oberhalb des Weckers befindet sich, wie bei Weckern üblich, die Snooze-Taste. Diese hat hier jedoch zwei zusätzliche Funktionen: Ein kurzer Druck auf die Taste sagt euch die aktuelle Uhrzeit an. Drückt ihr zweimal die Taste, wird euch das Datum angesagt. Die Seitentaste bietet drei Stellungen. In der zentralen Stellung gibt es weder Wecker noch automatische Ansagen. Schiebt ihr die Seitentaste nach oben, ist der Wecker eingeschaltet. Schiebt ihr die Seitentaste in die untere Position, bekommt ihr eine stündliche Ansage über die aktuelle Uhrzeit.

Wecker und Alarm stellen

Automatische Einstellung

Nachdem ihr die Batterien eingesetzt habt, versucht der Wecker automatisch, das Funksignal zu empfangen. Dies kann 2 bis 5 Minuten dauern. Sollte dies nicht geschehen, stoßt den Funkempfang manuell an: Haltet hierfür die Pfeil-runter-Taste drei Sekunden gedrückt.

Manuelle Einstellung der Uhrzeit

Sollte das automatische Stellen der Uhrzeit nicht funktionieren, könnt ihr die Uhrzeit auch manuell einstellen. Haltet die “Zeit/Set”-Taste (linke Taste Rückseite) drei Sekunden gedrückt. Über die Pfeiltasten könnt ihr nun die Uhrzeit einstellen.

Drückt ihr danach die “Zeit/Set”-Taste, erfolgt die Einstellung der Jahreszahl, nach einem weiteren Druck auf “Zeit/Set” folgt die Datumseinstellung. Mit einem letzten Druck auf “Zeit/Set” werden die Einstellungen übernommen. Allerdings versucht der Wecker dennoch regelmäßig, die Zeit mittels Funk einzustellen. Gelingt dies, wird eure Einstellung überschrieben.

Alarm einstellen

Drückt hierfür die “Alarm Set”-Taste, welche mittig auf der Vorderseite sitzt für drei Sekunden. Über die Pfeil-rauf- und -runter-Tasten könnt ihr die Uhrzeit im Minutentakt einstellen. Haltet ihr eine Taste länger gedrückt, erfolgt die Einstellung schneller. Lasst ihr die Taste los, wird euch die aktuelle Weckzeit angesagt. Über einen weiteren Druck auf “Alarm Set” wird die Einstellung beendet.

Fazit

Der Wecker hat leider seine Schwächen: Die Verarbeitung ist nicht die hochwertigste und das schwach leuchtende Display ist ein echtes Ärgernis. Wer den Wecker aber eh blind bedienen möchte, wird das Display in so einem Fall sowieso abkleben. Dann kann der Wecker durchaus überzeugen, vorausgesetzt, die Lautstärke ist einem nicht zu gering. Aber das ist natürlich abhängig vom persönlichen Empfinden. Ich kann ihn in der leisen Einstellung nutzen und werde trotzdem geweckt. Ist man jedoch schwerhörig, kann der Wecker ungeeignet sein.

Der Wecker kostet knapp 30,- € (Stand: 6. Dezember 2021) und ist somit deutlich günstiger als vergleichbare Wecker.